Frankreich ohne Luxemburg

Die erste Etappe wollen wir auf der Autobahn abreißen um schnell an die Grenze zu kommen. Ein zwei Stopps haben wir dennoch eingelegt. In der Nacht zuvor war es bitterkalt im Bus und wir brauchten eine Heizung. Also haben wir zwei Campingausrüster an der Autobahn heimgesucht und sind fündig geworden.

Das Moseltal ist wunderschön und vor allem nah an der Grenze zu Luxemburg. Wir entschieden uns in Cochem unsere Nacht zu verbringen. 80 Kilometer vor dem Ziel zeigt Busser an, dass er Diesel braucht. Er gab uns noch gut 200 Km dafür Zeit. Also alles easy. Allerdings konnte sich Busser dann doch nicht so richtig entscheiden und auf einmal waren es nur noch 50 Km. Claudia wurde schon etwas kribbelig. Aber vor Cochem war keine Tankstelle mehr zu finden. Also durchziehen. Und wir haben es geschafft. Ein freundlicher Tankwart machte uns darauf aufmerksam, dass es heute den guten V-Power Diesel gibt, weil der normale Diesel nicht verfügbar war, gell. Also auch noch gutes Zeug für Busser. Danach ging es zu unserer Übernachtungsstelle. Ein ruhiger Parkplatz direkt an der Mosel und einem großen REWE war unsere Wahl. Nachdem wir uns ein bisschen die Beine vertreten haben und einkaufen waren und natürlich nochmal die Kundentoilette von REWE benutzten, machten wir es uns in Busser gemütlich. Dank der Heizung wurde es muckelige 22 Grad und wir sind gut gewärmt eingeschlafen.

Lac de Madine, Frankreich

Wir verließen das Moselland und wollten über Luxemburg nach Frankreich fahren. Immer über die Landstraße. Da sieht man mehr und es kostet auch keine Maut. Busser wurde das erste Mal die Berge hinauf und hinunter gejagt. In Luxemburg wollten wir Mittag machen. Wir fuhren und fuhren und auf einmal kam ein Schild: Noch 1.000 m bis zur französischen Grenze. Häää? Wir wollten doch nach Luxemburg. Tja das kommt dann mal vor wenn man auf Google Maps etwas an der Route verstellt und dann einfach losfährt. Gut, dann sind wir eben früher in Frankreich. Der Grenzübergang war völlig unspektakulär. Wir haben uns einen Schlafplatz mitten im Parc naturel régional de Lorraine am Lac du Mandine ausgesucht. Zwar waren hier Wohnmobile und Camping verboten aber hier war auch keiner der sich beschweren konnte. Unendliche Stille die nur von Schwänen und anderen Vögeln durchbrochen wurde. Claudia taufte den See liebevoll “Swanlake”. So viele Schwäne waren auf diesem See wohl zuhause. Mit einem fulminanten Sonnenuntergang verabschiedeten wir uns von unserem zweiten Tag.

Mâcon, Frankreich

Nach gut 6,5 Stunden und unendlich langen und holprigen Landstraßen mit unzähligen Kreiseln sind wir kurz vor Mâcon zum Stehen gekommen. Dank der park4night App haben wir dieses idyllische Plätzchen an dem Fluss Saône gefunden. Hier waren nur wir und ein paar Schwäne. Der Nebel machte den Platz noch mystischer aber auch unglaublich kalt. Leider ist das Gas für unsere Heizung schon aufgebraucht. Das ging echt schneller als wir dachten. Also hieß es heute warme Gedanken machen. Doch zuerst holte ich meine Flasche französischen Wein zusammen mit leckerem Käse hervor. Ein bisschen französische Musik dazu und schon fühlte ich mich wie Gott in Frankreich. Es braucht nicht viel um zufrieden zu sein.

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