Zurück nach Deutschland

Nachdem ich von Bord gegangen bin, stieg ich in den Flieger nach Spanien. Genauer gesagt nach Malaga. Hier warten Claudia und Busser auf mich und das buchstäblich, denn Claudia überraschte mich in dem sie mich mit Bussen vom Flughafen abholte. Der Plan ist, dass wir gemeinsam ein zwei Tage nochmal am Strand verbringen. Als Abschied von Busser und auch von unserer gemeinsamen Zeit. 

Busser wollte uns dann doch nicht so einfach gehen lassen denn er gewährte uns keine Weiterfahrt. Die Batterie war hoffnungslos leer. Endlich konnten wir mal unsere Versicherung in Anspruch nehmen und der örtliche Pannendienst sorgte dafür, dass wir wenigstens fahren konnten. Doch eine neue Batterie musste her. Ohne die geht es auf keinen Fall nach Deutschland. Außerdem musste der Bus ausgeräumt und ausgemistet werden. Er war unser beider Heim und dem entsprechend hatte sich auch vieles angesammelt.

Nach zwei Tagen etwas leichterem Inhalts und einer nagelneuen Batterie machte ich mich mit Besser auf den Weg nach Deutschland, nach Hamburg. Claudia sorgte dafür, dass ich auch immer einen guten Stellplatz habe und den auch noch vor der Dunkelheit erreiche. Es war echt nicht einfach allein pro Tag gut 7 bis zu 10 Stunden zu fahren aber am Ende haben wir es geschafft. Mit einem Hupkonzert erreichte ich den Vorort in dem Christian wohnt und wahr überglücklich den Motor von Busser abzustellen.

Die folgenden Tage waren eine Odyssee mit der Werkstatt, die uns TÜV geben sollten, sowie Busser für den Verkauf fertig zu machen. Aber nun steht er und wartet auf seine neuen Besitzer. Bei Interesse schaut mal hier.

Und ich starte meine Tour durch Hamburg und dann durch Deutschland. Ich wollte so viele Menschen wie möglich treffen. Das bedeutet eine dreiwöchige Reise kreuz und quer durch die Republik. Von Hamburg nach Berlin, in den Süden nach Bayern, nach Hannover über Oldenburg nach Aachen, ins Ruhrgebiet und Wiesbaden um dann am Ende wieder in Hamburg zu landen. Es war anstrengend, intensiv aber auch unglaublich schön all die Menschen, meine Freunde wiederzusehen. Die Freude war jedes Mal riesig. Sie kamen extra nach Hamburg, sie nahmen sich extra für mich Urlaub und vor allem nahmen sie sich Zeit. Anekdoten aus meinem Leben oder Themen die sie beschäftigen, ein gemeinsamer Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt oder einfach auf der Couch abhängen. Ich habe jeden einzelnen Moment genossen und wirklich jedes Mal ging die Zeit viel zu schnell vorbei und ich musste wieder in den Zug steigen.

Zu den besonderen Momenten gehört den Abend spontan unter Iranern zu verbringen. Es kam mir vor als ob ich im Land selber war und es erfüllte mich vollends. Sowie meine Freundin aus Abi-Zeiten nach gut 18 Jahren wieder zu sehen und zu merken, dass wir immer noch die Freundinnen von damals sind und nur die Zeit vorangeschritten ist. Diese Momente und jedes einzelne Wiedersehen hat mir soviel gegeben und ich weiß, dass es sich gelohnt hat diese Tour zu machen. Ich bin jedem Einzelnen von euch dankbar für diese Zeit. Es gibt rund 80 Millionen Menschen in Deutschland aber ich bin stolz drauf sagen zu können, dass die wundervollsten Menschen meine Freunde sind. Dank euch und mit euch gehe ich gestärkt in die nächste Herausforderung.

Nach zwei Jahren endet hier ein Kapitel. Am 21. November 2020 starteten Claudia und ich mit Busser in eine neues Leben und fast genau zwei Jahre später bringe ich ihn zurück. Doch auch Busser lasse ich in Deutschland zurück um ab Januar weiterzureisen. Und der Blog zieht mit. In Kürze werden meine Erlebnisse, Abenteuer und Erfahrungen noch greifbarer und intensiver zu verfolgen sein und das zuerst in Afrika. Neben dem Aufstieg auf den Kilimanjaro werde ich unter den Massai leben und später im Jahr in Indonesien arbeiten.

Das Leben hört erst auf wenn es zu Ende ist, bis dahin lass es uns doch einfach genießen.

Ab Februar 2023 www.travelling-liberty.com 

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