Busser muss bewegt werden

Während der Zeit auf der Finca, steht Busser still. Ein bisschen zu still. Er muss bewegt werden und wir wollten mit ihm auch mal wieder los. Einfach ein zwei Nächte wieder Vanlife spüren. Doch so einfach machte Busser uns das nicht. Die Batterie war so leer, dass nicht mal die Zentralverriegelung funktionierte. Zum Glück haben wir unsere tragbare Batterie und Busser vorne einen Ausgang zum Aufladen. Einen Tag hat es gedauert, bis das Auto wieder einen Laut von sich gab. Er war wieder fast der Alte. Die Tachoanzeige hat etwas abbekommen und zeigte die Geschwindigkeit nicht mehr an. Google-Maps-sei-Dank konnten wir uns mit deren Geschwindigkeitsanzeige auf den Weg machen. Venga! Es geht natürlich zum Meer! 

Östlich von Málaga hat Claudia einen Parkplatz direkt am Meer entdeckt. Das ist unser Ziel. Wir hatten allerdings verdrängt, dass auch die Spanier ihr Wochenende gern am Meer genießen und so war der schöne, kleine Parkplatz jetzt voll von Wohnmobilen, Bullies und Autos. Gerade so haben wir noch einen Platz bekommen. Nicht in der ersten Reihe, aber das Meer war nur wenige Meter entfernt. Endlich wieder Wasser, den Sonnenuntergang genießen und es sich danach im Bus gemütlich machen. Am nächsten Morgen genossen wir Tee und Kaffee auf “unserer” Bank mit Blick aufs Wasser, die Sonne schien uns ins Gesicht. Und auf einmal schwomm eine Schule Delfine an uns vorbei. Rund 50 Tiere müssen es gewesen sein. Das ist Vanlife.

 

Der nächste Trip mit Busser soll etwas länger dauern, denn wir wollen eine Küstenwanderung machen. Diesmal sind wir vorbereitet. Es geht erst am Sonntag los, dann wenn die Spanier abends wieder nach Hause müssen, weil sie am nächsten Tag arbeiten. Außerdem regnet es an diesem Tag in Strömen. So haben wir alle Chancen auf einen Parkplatz mit Blick aufs Meer. Es geht nach Maro. Gut 60 Kilometer östlich von Málaga entfernt, wird aus dem Sandstrand eine Steilküste mit größeren und kleineren Buchten. Hier entdecken wir einen Parkplatz direkt an der Klippe, also mit Blick aufs Meer. Der Regen hat inzwischen nachgelassen und wir erkundeten die Gegend für die anstehende Wanderung am nächsten Tag.

Vom Sonnenaufgang geweckt, ging es auch schon bald los. Die Wanderung beginnt für uns “freestyle”. Der eigentliche Weg startet ein paar Kilometer weiter östlich an der Cala del Cañuelo. Doch wir starten direkt vom Bus aus und müssen erstmal ein paar Kilometer und steile Hügel überwinden. Schon ein bisschen gewagt aber es gibt ja immer einen Weg und von oben sieht der Playa del Cañuelo nochmal schöner aus.

Die Wandertour führt von hier, an steilen Klippen, wunderschönen Buchten mit azurblauem Wasser, durch Pinienwälder und steinigen Abhängen zum Playa Nudista de Cantarriján. Ja, ein FKK-Strand. Heute sind sie alle angezogen. Die Sonne scheint zwar vom wolkenlosen Himmel herab, aber für Nudisten ist es dann doch noch etwas zu kalt. 

Hier machen wir Pause. Sowohl Playa del Cañuelo als auch Playa Nudista de Cantarriján können auch mit dem Auto erreicht werden. Es gibt an jedem der beiden Strände eine Beachbar, in der man es sich, bei direkten Blick auf das Wasser, gut gehen lassen kann.

Wir setzen unsere Wanderung fort. Durch das Flussbett des Arroyo de Cantarriján gelangt man an einen Parkplatz. Von dort wiederum führt ein Weg zurück zum Playa del Cañuelo. Ein entspannter Rundweg, der ohne Pause etwas 1,5 Stunden dauert. 

Für uns ist die Wanderung noch nicht beendet. Wir müssen noch zurück zu Busser. Ab hier heißt es für uns wieder “freestyle” und am späten Nachmittag erreichten wir staubig, müde aber glücklich den Parkplatz. Ein wirklich schönes Fleckchen Erde, den wohl die wenigsten mit der Cost del Sol verbinden. Ich kann es nur empfehlen hier mal vorbei zu schauen.

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