Bezauberndes Orange (Vaucluse)

Nach einer weiteren kalten Nacht wachten wir auf und der Nebel hatte sich nicht verzogen. Also schnell Zähne geputzt, Katzenwäsche und los weiter Richtung Süden. Auch heute haben wir voll durchgezogen. 6 Stunden über die Landstraße nach Orange. Eine kleine beschauliche Stadt, die mir mein lieber Freund Ingo empfohlen hat. Und es war eine gute Empfehlung. Im sanften Licht der untergehenden Sonne, leuchteten die weißen Gehwege förmlich. Wir kamen ein bisschen ins Leben. Mehr Menschen auf den Straßen, mehr Autos unterwegs. Allerdings weiß Google Maps nicht, dass Busser kein normaler PKW ist und die 6 Meter Länge vielleicht nicht um jede Ecke passen. Unser eigentlicher Schlafplatz sollte oben auf dem Saint-Eutrope-Hügel sein. An dessen Hang das bekannte Römische Theater gebaut ist. Als ich die Straße den Hügel hinauf sah, entschied ich mich spontan gegen den Schlafplatz. Das habe ich mir mit Busser noch nicht zugetraut. Also musste Claudia einen neuen Platz suchen während ich Busser durch den französischen Verkehr brachte. Am „Bogen von Orange“, dem Stadtgründungsbogen, wurde sie fündig. Ein Parkplatz genau daneben, an einer Straße aber mit einer angrenzenden Wiese. Das ist wichtig, wenn wir mal „um die Ecke“ mussten. Neben zwei anderen WoMos fanden wir unseren Platz und ich musste erstmal durchatmen. 6 Stunden Fahrt und das Rumgekurve durch die engen Straßen von Orange verlangten eine kurze Verschnaufpause. Ein anschließender kleiner Abendspaziergang versprach, das Orange sehenswert ist. Morgen werden wir die Stadt etwas erkunden.

Heute wurde erstmal warm gekocht. Die letzten Tage gab es Brot, Käse und Wein. Jetzt muss langsam mal wieder etwas Warmes in den Magen. Tomaten-Reis-Suppe mit Baguette war ein Festmahl und wieder einmal geht ein Tag in Frankreich zu Ende.

 

Die französische Kleinstadt Orange im Département Vaucluse in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur hat es uns angetan und wir nahmen uns den Vormittag um Orange zu erkunden. Aber zuerst kauften wir uns in einer kleinen Boulangerie unsere täglichen Croissants. Hier steht der Bäcker selber noch in der Backstube und im Verkauf gleichzeitig. Danach bestiegen wir den Saint-Eutrope-Hügel, der die Stadt und die umliegende Landschaft bis zum Mont Ventoux dominiert. Hier oben hat man einen herrlichen Ausblick über die Stand und einen direkten Blick in das berühmte römische Theater von Orange. Neben dem „Bogen von Orange“ (Stadtgründungsbogen) ist das Theater UNSECO Welterbe und ich finde völlig zurecht. Wir stiegen den Hügel gemütlich wieder hinab denn wir hatten noch eine Aufgabe. Eine SIM Karte musste her. In einem kleinen Kiosk steht ein Automat und dank deutscher Anleitung aus dem Web hatten wir nach ein paar Minuten eine französische SIM Karte in der Hand. Das wäre geschafft. Wir ließen uns noch ein bisschen in der Altstadt treiben und versuchten das südfranzösische Flair zu genießen soweit das geht. Bis auf Lebensmittelgeschäfte hat alles zu und man darf sich in der Altstadt nur mit Maske bewegen. Trotzdem ist Orange ein Besuch wirklich wert.

Teile gern den Beitrag

Share on facebook
Share on google
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print
Share on email

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Scroll to Top